Unser Nachdenkraum-Programm - ein Weg zum ungestörten Lernen und Unterrichten
Allgemein bekannt ist, dass Unterrichtsstörungen den Alltag in der Schule zunehmend belasten. Schülerinnen und Schüler erwarten zu Recht einen Unterricht, in dem sie in Ruhe lernen können. Wir Lehrerinnen und Lehrer möchten ebenso ohne Störungen unterrichten können und die Kinder zu einem guten Schulabschluss führen. Unser gemeinsames Ziel ist es, den Kindern die bestmöglichen Chancen für die Zukunft zu geben. Hier möchten wir nun ansetzen und auch mit elterlicher Unterstützung und Mithilfe das Programm Eigenverantwortliches Denken und Handeln in der Schule nach dem Amerikaner Edward Ford in unserer Schule einführen und anwenden. Übertragen auf deutsche Verhältnisse wurde diese „Trainingsraummethode“ von Dr. Stefan Balke, Uni Bielefeld.
Eine sehr praxisorientierte Umsetzung des Programms und viele
konkreten Hilfen für Trainingsraumlehrer finden sich in dem Buch von Dr. Heidrun Bründel und Erika Simon
(s. Literaturangabe). Dieses Buch ist neben den praktischen Gesprächsübungen die Grundlage der Ausbildung unserer „Nachdenkraumlehrer“.

Gute Chancen haben die Menschen, die selbst über ihr Leben entscheiden und es verantwortlich in die Hand nehmen können. Genau hier versucht das Programm zu helfen. Unterrichtsstörungen sollen vermieden und wertvolle Unterrichtszeit erhalten bleiben. Es ermöglicht, ruhiger und sachlicher auf Störungen zu reagieren, sowie effektiver und stressfreier zu unterrichten. Folge ist eine Verbesserung der Unterrichtsqualität. Schülerinnen und Schüler sollen verstärkt angeleitet werden, Verantwortung für ihr Tun und Handeln zu übernehmen und die Rechte anderer zu respektieren. Diese Rechte lauten:
Jede Schülerin und jeder Schüler hat das Recht, ungestört zu lernen.
Lehrerinnen und Lehrer haben das Recht, ungestört zu unterrichten.
Alle müssen stets die Rechte der anderen beachten und respektieren.
Das Neue an diesem Programm: Wenn die Schülerinnen und Schüler diesen Regeln nicht folgen wollen, stören sie den Unterricht. Damit treffen sie die Entscheidung den Unterricht zu verlassen. In einem besonderen Raum (wir nennen ihn „Nachdenkraum“) erstellen sie mit Hilfe der dort anwesenden Lehrkraft einen Plan, wie sie in Zukunft ohne zu stören am Unterricht teilnehmen wollen. Sobald Schülerinnen und Schüler gelernt haben, Verantwortung für sich zu übernehmen, können sie mit dieser neuen Fähigkeit auch zu Hause und in der Freizeit Probleme besser bewältigen. Wir sind ganz sicher, dass die positiven Ausstrahlungen des Programms auch zu Hause spürbar sein werden.

In vielen Schulen zeigt das Programm bereits gute Ergebnisse. Schülerinnen und Schüler entwickeln ein wachsendes Gespür für Selbstverantwortung und eigenverantwortliches Handeln. Wir erwarten von seiner Durchführung auch an unserer Schule eine Entspannung des Klassen- und Schulklimas und mehr Freude und Erfolg beim Lernen.
Literatur: Heidrun Bründel/Erika Simon, Die Trainingsraum-Methode, Beltz-Verlag, 1. Aufl. 2003
Homepage der Autorinnen: www.trainingsraum-methode.de
Mehr zum Programm auch im Internet unter www.trainingsraum.de (von Dr. Stefan Balke)






